Den Zirkelschmieden, denen im 16. Jahrhundert die Fertigung von Werkzeugen aus Eisen und Stahl oblag, behielt eine Nürnberger Handwerksordnung die Herstellung von „schraubstecken“ vor und nur wenig später schon wurden diese zum Meisterzeichen eines findigen Nürnberger Messerers.
Mit dem Aufkommen der industriellen Revolution löste der Einsatz von Dampfmaschinen und später Elektromotoren die traditionelle Handarbeit ab – die heute bekannte 3-Walzen-Rundbiegemaschine findet ihren Ursprung bereits im 19. Jahrhundert und diente der Herstellung zylindrischer Formen wie Rohre.
In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unterstützten leistungsstarke Hydrauliksysteme die zunehmende Nachfrage aus dem Kessel- und Behälterbau und so nahm die Entwicklung robuster Biege- und Walzanlagen ihren Anfang; Firmen wie Faccin oder Davi brachten erste fortschrittliche 3- und 4-Walzen-Systeme auf den Markt, die Automatisierung folgte der vorangegangenen Mechanisierung.
Heute sind diese Maschinen hochkomplex und computergesteuert, im Fall der Rundbiegemaschine DAVI e-Power auch ohne anfällige Hydraulikkomponenten: „Keine Hydraulik. Kein Öl. Keine Stillstände.“, so der Werbeslogan der laut DAVI ersten kompletten Baureihe vollelektrischer Biegemaschinen.
Blechstärken bis 7mm können in einem mehrere Arbeitsschritte umfassenden Walzzyklus zylindrisch geformt werden; vier Walzen (Ø 170mm, Ø 160mm und 2x Ø 120mm) ermöglichen ein flexibles und präzises Biegen von Blechen bis zu einer Einlaufbreite von 2.000mm; konische Teile werden dank der Walzenschrägstellung machbar und eine schmierfreie Technologie erleichtert Pflege und Wartung der kompakten Maschine.
Renderings: DAVI Promau s.r.l
