VHF – Qualität hinter der Fassade

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) verleiht dem Gebäude seine Eigenständigkeit. Sie unterstreicht die typische Charakteristik und visualisiert die Intention des Architekten. Vielen Immobilien gelingt dies mit einer spektakulären Vehemenz. Kein Wunder also, dass sich Architekten und Fassadenbauer seit jeher intensiv mit der Form und dem Erscheinungsbild auseinandersetzen und gestalterische Spielräume der Außenhaut einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade ausloten.

Unsere vier Produktlinien SCHRAG|corpo, SCHRAG|pannello, SCHRAG|livello und SCHRAG|preciso sind nicht nur das Resultat langjähriger Erfahrungen, vielmehr profitieren unsere Lösungen vom gebündelten Wissen einer Vielzahl erfolgreicher Projekte. Unabhängig davon, ob sich Bauherren für eine Element-, Paneel-, Glattblech- oder Verbundwerkstofffassade entscheiden – in jedem Fall erhalten sie immer erstklassige Gestaltungselemente, die eine optimale Außendarstellung ermöglichen und weitreichende Optionen der Individualisierung bieten.

VHF-Unterkonstruktionen von großer Bedeutung

Hinter der Fassadenbekleidung befinden sich die für das Auge verborgenen Elemente einer VHF. Für die Qualität der gesamten Konstruktion sind sie von großer Bedeutung. Gerade in Zeiten steigender Energiekosten sind energetisch optimierte Konzepte unverzichtbar für den Werterhalt und die Zukunftsfähigkeit der Immobilie. Vor dem Hintergrund aktueller Klimaziele gilt dies in verstärktem Maße.

Ein Blick hinter die Außenhaut einer VHF verdeutlicht den Aufbau und veranschaulicht gleichzeitig die Effekte, die mit einer wirkungsvollen Dämmung der Fassade erreicht werden können. Unmittelbar hinter der Außenhaut befindet sich ein offener Raum, der es möglich macht, dass Luft zirkulieren kann. Fachleute bezeichnen den Luftstrom, der zwischen Fassadenaußenhaut und der Tragkonstruktion zirkulieren kann, als Hinterlüftung. Dieser kontinuierliche Luftstrom wirkt klimaregulierend und schützt die Unterkonstruktion vor Feuchtigkeit und anderen schädigenden Einflüssen. Feuchtigkeit wird gezielt abgeführt, gleichzeitig erfolgt damit eine Regulierung der klimatischen Bedingungen.

Dämmung ist maßgeblich für die Energieeffizienz

Voraussetzung für das Funktionieren des Hinterlüftungsprinzips ist die konstruktive Trennung zwischen der VHF und der Dämmung. In der Regel wird die Dämmung an der tragenden Außenwand montiert und ist für die Energieeffizienz des Gebäudes maßgebend. Nicht brennbare Dämmstoffe aus Mineralwolle tragen darüber hinaus zur Sicherheit des Gebäudes bei. Vor allem die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) stellen hohe Ansprüche an Bauherren. Hintergrund sind die ambitionierten europäischen Klimaziele.

Auf Gebäude fallen knapp 40 Prozent des Energieverbrauchs und rund ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland. Einsparungen in diesem Bereich bieten also eine Menge Potenzial, um die Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig minimiert sich so der Einsatz fossiler Brennstoffe. Gültigkeit hat die EnEV für nahezu alle Gebäude, die beheizt oder klimatisiert werden. Entsprechende Vorgaben der EnEV beziehen sich nicht nur auf die Heizungs- und Klimatechnik, sondern vor allem auch auf den Wärmedämmstandard des Gebäudes.

Gesamtpaket sorgt für effiziente Wärmedämmung

Wichtiger Faktor für die Berechnung der Energieeffizienz ist der sogenannte U-Wert. Er bezeichnet den Durchgangswärmestrom durch ein gesamtes Bauteil und setzt sich aus den Wärmeströmen durch die einzelnen Bauteilschichten zusammen. Bei VHF besteht diese Konstruktion aus der tragenden Wand, den Konsolen, den Tragprofilen, der Wärmedämmung und der äußeren Bekleidung.

Das Gesamtpaket sorgt für eine effiziente Wärmedämmung. Deswegen sollten Konstrukteure ihr Augenmerk auch auf die Durchlasswiderstände der Wandhalterungen richten. Diese überwiegend aus Metall bestehenden Profile können trotz Thermostopps einen Wärmefluss durch das Bauteil aufweisen. Der Einfluss kann enorm sein. Planer sind gut beraten, diese Größe in die Berechnung des U-Werts einzubeziehen, denn: Je höher das Dämmniveau ausfällt, desto mehr nimmt der Einfluss dieser Wärmebrückenverluste auf den U-Wert zu.

Wärmeleitfähigkeit klassifiziert die Effizienz der Dämmung

Bei der Auswahl passender Dämmmaterialien ist die Wärmeleitfähigkeit von Bedeutung. Hierbei gilt: Je geringer der Wert ausfällt, desto besser ist die Dämmwirkung. Üblicherweise wird die Dämmwirkung in der physikalischen Einheit W/(mK) angegeben. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit wird dieser Wert genutzt, um verschiedene Dämmstoffgüteklassen leichter voneinander unterscheiden zu können. Lange Zeit wurden Dämmstoffe in Wärmeleitgruppe (WLG) eingeteilt. Die Zahl der WLG stand dabei für die Wärmeleitfähigkeit der darin zusammengefassten Dämmstoffe:

  • Dämmstoffe WLG 040 // Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/(mK)
  • Dämmstoffe WLG 035 // Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(mK)
  • Dämmstoffe WLG 030 // Wärmeleitfähigkeit von 0,030 W/(mK)

Die Harmonisierung europäischer Normen und Standards sorgte dafür, dass diese Klassifizierung von den feiner abgestuften Wärmeleitstufen (WLS) abgelöst wurde.

  • Dämmstoffe WLS 031 // Wärmeleitfähigkeit von 0,031 W/(mK)
  • Dämmstoffe WLS 030 // Wärmeleitfähigkeit von 0,030 W/(mK)
  • Dämmstoffe WLS 029 // Wärmeleitfähigkeit von 0,029 W/(mK)

Sicher vor Feuer und Bränden

Fragen des Brandschutzes sind für Bauherren ebenfalls von existenzieller Bedeutung. Geregelt sind die Anforderungen in den jeweiligen Verordnungen der Länder auf der Grundlage der aktuellen Musterbauordnung. In der Muster-Verwaltungsvorschrift ist ausführlich dargelegt, welche Maßnahmen zur Einhaltung der Schutzziele erforderlich sind. Bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden gilt generell, dass Dämmmaterialien nicht brennbar sein dürfen.

Weitere brandschutztechnische Vorkehrungen sehen vor, dass Brandschutzsperren erforderlich sind, um die Ausbreitung von Bränden aus dem Gebäudeinneren zu erschweren. Außerdem ist einem möglichen Kamineffekt zu begegnen und einer Brandweiterleitung in der Hinterlüftungsebene entgegenzuwirken.

Ausschnitt einer abgerundeten Fassade mit senkrechten Paneelen von Schrag

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